Harnblasenekstrophie und Karzinomentstehung
R. Harzmann, G. E. Schubert, K.-H. Bichler · Aktuelle Urologie · 1984 · Heft 03 · S. 116-121
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bisher wurden 97 Fälle eines Adenokarzinoms der unbehandelten Harnblasenekstrophie dokumentiert. Für pathogenetisch entscheidend gilt die chronische Irritation des freiliegenden Urothels. Dagegen spricht die Beobachtung von Harnblasenadenokarzinomen bei Epispadie und nach Ekstrophieverschluß. Darüber hinaus zeigen Biopsien aus unbehandelten ebenso wie aus verschlossenen Ekstrophien häufig glanduläre Zystitiden, die als Präkanzerose anzusehen sind. Für Ekstrophie-Patienten besteht nach Zystektomie und Ureterosigmoidostomie das Risiko der Induktion von Sigma-Adeno-Karzinom. Bisher wurden 73 Fälle b…