Artifizielle Krankheit in der Chirurgie*: Das Problem der selbstinduzierten Wundheilungsstörung
U. Krause, F. W. Eigler · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1990 · Heft 37 · S. 1379-1385
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei zehn Patienten (acht Frauen, zwei Männer, mittleres Alter 29 [17-54] Jahre) wurden nach verschiedenen Operationen und in einem Fall ohne Operation selbstinduzierte Wundheilungsstörungen diagnostiziert, die zwischen 18 und 84 Monate dauerten und insgesamt 85 Eingriffe erforderten. Die Indikation zur Primäroperation (in vier Fällen Appendektomie, je einmal subkutane Mastektomie, Cholezystektomie, Adnexektomie, Lipomexstirpation, Inzision eines Perinealabszesses) war retrospektiv in keinem Fall eindeutig gegeben. Bei einer Patientin war aus der Anamnese eine Anorexia nervosa bekannt, zwei Patien…