Bedeutung der Familienanamnese bei kolorektalem Karzinom*
W. Weber-Stadelmann, S. Mosimann, B. Meyer, H. Müller, G. A. Stalder · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1990 · Heft 49 · S. 1859-1862
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Zwischen 1982 und 1988 wurde bei 184 Patienten mit kolorektalen Karzinomen (medianes Alter 60 [28-92] Jahre) eine tumorbezogene Familienanamnese erhoben, um das relative Risiko von Verwandten ersten Grades zu bestimmen, ebenfalls an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Die Familiendaten wurden mit den Daten des bevölkerungsbezogenen Basler Krebsregisters verglichen. Dabei ergab sich bei Verwandten ersten Grades der befragten Patienten ein erhöhtes Risiko für ein kolorektales Karzinom (relatives Risiko: 1,8; 95- %-Vertrauensbereich: 1,4-2,3). Das erhöhte Risiko war vollständig auf sieben Fami…