Hypothyreose bei zweieiigen frühgeborenen Zwillingen durch exzessive präpartale vaginale Jodapplikation an die Mutter
S. Müther, H. Krude, R. Jäger, W. Rhode, A. Grüters, R. Rossi · Zentralblatt für Gynäkologie · 2003 · Heft 06 · S. 226-228
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem zweieiigen, frühgeborenen Zwillingspaar, das nach lang andauernden Frühgeburtsbestrebungen per Sectio entbunden wurde, wurden im TSH-Screening deutlich erhöhte Werte gefunden. Zur vaginalen Infektionsprophylaxe hatte die Mutter über 7 Wochen eine lokale Polyvidonjod-Therapie mit PVP-Zäpfchen erhalten. Bei der Kontrolluntersuchung war das TSH persistierend erhöht, T3/T4 waren jeweils erniedrigt. Im Urin beider Kinder konnte eine stark erhöhte Jodausscheidung nachgewiesen werden. Damit war der Verdacht auf eine jodinduzierte Hypothyreose beider Kinder gegeben, es wurde eine Substitution m…