„Das Hören von Gefühlen”: Funktionell-neuroanatomische Grundlagen der Verarbeitung affektiver Prosodie
H. Ackermann, I. Hertrich, W. Grodd, D. Wildgruber · Aktuelle Neurologie · 2004 · Heft 09 · S. 449-460
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Mit dem Begriff der Prosodie wird die Modulation von Tonhöhe, Lautstärke, Sprechrhythmus und Stimmqualität im Verlauf sprachlicher Äußerungen bezeichnet. Neben einer Vielzahl linguistischer, z. B. Wort- und Satzakzent, und pragmatischer Funktionen, z. B. die Spezifizierung von Sprechhandlungen, spiegeln prosodische Merkmale auch aktuelle Stimmung und Befindlichkeit (affektive Prosodie) eines Menschen wider und tragen in Verbindung mit Gestik und Mimik zum nonverbalen Ausdruck von Emotionen bei. Klinische Untersuchungen führten zu diskrepanten Modellen der zerebralen Organisation stimmlich-vokalen…