Trauma, emotionale Verarbeitung und Körpersemantik am Beispiel von Koma- und Wachkoma-Patienten – Zur Bedeutung unbewusster emotionaler Verarbeitung und nonverbaler Kommunikation
A Zieger · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2005 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Neueren Untersuchungen zufolge können posttraumatische Belastungsreaktionen auch nach schwerer Hirnschädigung mit Komazuständen auftreten. Bei „Bewusstlosen“ wird das Bedrohungspotenzial des Traumas auf implizitem Wege durch Amygdala-assoziierte Vorgänge emotional bewertet und in das Körpergedächtnis eingeschrieben. Studien zum Coma imagery bei Koma-Erfahrenen deuten darauf hin, dass in der Körperhaltung das Trauma symbolisiert wird („Körpersemantik“), was Rückschlüsse auf die Art der Gewalteinwirkung und einen adäquaten Umgang mit Koma-Patienten in der Behandlung und Rehabilitation zulässt. Aus körpersemantisch…