Inhalationsschäden durch asbestfaserhaltige Stäube – Radiomorphologie und interaktive ILO-2000 Befundung der Röntgenthoraxaufnahme
KG Hering · RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 2005 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Fibrose des Lungenparenchyms-die Asbestose- und die pleuralen Läsionen (BK 4103) sind die bekanntesten Folgeerscheinungen einer Asbestfaserstaubinhalation. Sie besitzen sowohl im Tierversuch als auch beim Menschen neben der fibrogenen eine hohe kanzerogene Potenz. Als Zielorgan maligner Entartung gelten beim Menschen die Lunge (Karzinom-BK4104), das Rippenfell, das Peritoneum, das Perikard (Mesotheliom-BK4105) und das Larynxkarzinom. Charakteristisch ist die zeitliche Verzögerung zwischen Beginn des Faserkontaktes und dem Schadensnachweis (=Latenzzeit). Für die fibrogene Wirkung beträgt sie etwa 15–20 Jahre,…