Unterschiede in der männlichen und weiblichen Entwicklung und ihr Einfluss auf die Geschlechtsspezifität psychischer Erkrankungen
C Rohde-Dachser · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2005 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Prävalenz psychischer Erkrankungen wird neben anderen Faktoren stark von der Geschlechtszugehörigkeit bestimmt. So überwiegen bei Frauen Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörungen, während bei Männern Perversionen und Persönlichkeitsstörungen vorherrschen, die durch Aggressivität, Impulsivität und antisoziales Verhalten charakterisiert sind. Die vorwiegend bei Frauen auftretenden psychischen Erkrankungen deuten auf eine erhöhte Bindungsbedürftigkeit hin, während die vorwiegend Männern zugeschriebenen Erkrankungen umgekehrt auf Schwierigkeiten in emotionalen Bindungen hinweisen. Zur Erklärung dieser g…