Späte posttraumatische Sinusvenenthrombose nach geschlossenem Schädel-Hirn-Trauma ohne Kalottenfraktur
E. Reusche, C. Gaebel, P. Mehraein, P. Vieregge · Aktuelle Neurologie · 2000 · Heft 01 · S. 36-39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Anhand zweier Patienten wird das seltene Krankheitsbild einer mit Latenz nach gedecktem Schädel-Hirn-Trauma ohne Kalottenfraktur auftretenden zerebralen Sinusvenenthrombose dargestellt. Typische Brückensymptome sind Kopfschmerzen sowie fakultativ fokale kortikale Symptome. Bei fehlender Rekanalisierung kann unter protrahiertem Verlauf eine fortschreitende Erblindung infolge Optikusatrophie bei chronisch gesteigertem Hirndruck hinzutreten. Appositionelle Thrombenbildung an primär durch die traumatisch bedingten Scherkräfte verletzten Cefäßendothelien ist der wahrscheinlichste Pathomechanismus des…