Der „Kampf ums Eiweißminimum”
U Heyll · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2007 · Heft 51/52 · S. 2768-2773
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Jahr 1877 veröffentlichte der deutsche Physiologe und Ernährungsforscher Carl von Voit Kostmaße, die das Minimum der erforderlichen täglichen Zufuhr an Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten vorgaben. Als „Eiweißminimum” errechnete Voit eine Untergrenze von 118 g pro Tag. Diese Zahl wurde vor allem von Vertretern der Ernährungsreform angegriffen, da die geforderte tägliche Eiweißaufnahme ohne reichlichen Fleischkonsum kaum realisierbar erschien. Um diesem Eindruck entgegenzutreten und die Berechtigung einer vegetarischen Lebensweise nachzuweisen, führten Reformer wie Mikkel Hindhede und Carl Röse…