Selbst(-ver-)Achtung und Scham
E. Düsing · Balint Journal · 2010 · Heft 03 · S. 67-75
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Systematisch zu unterscheiden ist vom depressiven Schamaffekt die das privat-persönliche Selbst behütende Scham. Diese positiv zu verstehende Scham ist wie eine Wächterin, die den Kern der Persönlichkeit, ihre Integrität, die intensivsten Gefühle, des näheren sexuelle Wünsche, schützt, deren schutzlose Preisgabe dem Verlust, ja der Beraubung der Würde gleichkommt. Gute Scham ist verknüpft mit Selbstachtung, ein quälendes Sichschämen mit Selbstverachtung. Naturgemäß hat die Psychoanalyse viel zu tun mit Abstürzen in peinlich erlittene Schamangst; methodisch und therapeutisch gilt es auch das helfe…