Akute Pseudoobstruktion des Kolons (Ogilvie-Syndrom), eine seltene und ernste Komplikation nach Sectio caesarea
C. Müller-Aufdemkamp, K. Huber, P. Wolfrum-Ristau, S. Sabus, T. Fischer · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2011 · Heft 05 · S. 399-404
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das Ogilvie-Syndrom (akute Pseudoobstruktion des Kolons) ist eine seltene und ernste Komplikation nach Sectio caesarea und anderen abdominalen Eingriffen mit einer Letalität von 15–20 %. Bei einer assoziierten Ischämie oder Perforation beträgt die Letalität 36–50 %. Die Datenlage zur Prävalenz ist unsicher. Es wird geschätzt, dass das Ogilvie-Syndrom zu 0,1 % nach chirurgischen Eingriffen, zu 0,05 % bei Patienten mit einem Trauma und zu 0,3 % bei Patienten mit schweren Verbrennungen vorkommt. Es ist durch ein adynamisches, nicht obstruiertes Kolon gekennzeichnet, mit rascher Progression der Dilat…