Progesteron und Psyche
JC Huber · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2011 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Aus der Beobachtung, dass bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte doppelt so viel Psychopharmaka verschrieben werden als bei Männern, schloss man schon seit Langem, dass Geschlechtshormone in die Sexualsteroide eingreifen. Genazzani war einer der ersten, der darauf hinwies, dass das Progesteron bzw. die Progesteronmetabolite den GABA-Rezeptor – der in völlig unterschiedlicher Konformation vorkommen kann – besetzt und damit wie ein SSRI wirkt. Dies würde auch die prämenstruelle Verstimmung, sowie die postpartale Depression erklären, vor allem aber die Stimmungsschwankungen, die in der Peri- und Postmenopause auftr…