Psychotherapie bei Patienten mit Doppeldiagnose Sucht und Persönlichkeitsstörung
S Kiszkenow, P Schlebusch · Suchttherapie · 2013 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Prävalenzraten von Persönlichkeitsstörungen sind bei Personen mit Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit mindestens dreimal höher als bei Bevölkerungsstichproben (Verheul et al., 1998). Eine „künstliche“ Affektregulation durch Suchtmittel ist offensichtlich gerade für Personen mit Persönlichkeitsstörung, die in sozialer Interaktion wiederkehrend Konflikte und aversive Gefühlszustände erleben, besonders attraktiv. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund kommt es bei Patienten mit komorbider Persönlichkeitsstörung auch häufiger zu Problemen in der therapeutischen Arbeitsbeziehung, Non-Compliance und vorzeiti…