Ueber eine bisher unbekannte Substanz im Blutserum des Menschen und einiger Tiere
W. Frieboes · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1914 · Heft 12 · S. 598-600
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Serum des Menschen (auch im Nabelschnurblut) und einer Anzahl von Tieren (Pferd, Rind, Hund, Kaninchen, Fisch) läßt sich eine weder durch verdünnte Säuren noch durch hochprozentige Kalilauge zerstörbare, koktostabile, hämolytische Substanz regelmäßig nachweisen. Durch Anlagerung oder chemische Bindung von Cholesterin verliert sie gleich Saponin oder Kobragift ihre hämolytische Kraft. Auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften ist sie den sauren Saponinen sehr ähnlich, denn sie ist: 1. enorm schäumend, 2. kolloid, nicht dialysierbar, 3. paraffinbenetzend, 4. fettemulgierend, 5. durch Säuren fällb…