Hodenhochstand: Diagnostik, Therapie und langfristige Konsequenzen
Roth, S.; Rübben, H.; Sperling, H.; Mathers, M. J.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2009 · Heft 8 · S. 527 bis 532
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Beim Hodenhochstand wird durch die verspätete Verlagerung des Hodens in das Skrotum die Voraussetzung für seine normale Entwicklung potenziell gestört. Selbst nach zeitgerechter Behandlung stellt die reduzierte Fertilität die Hauptkomplikation des primären Hodenhochstands dar, denn erste histopathologische Veränderungen (Leydigzell-Hypoplasie) werden bereits in den ersten Lebensmonaten fassbar. Es gibt Anhaltspunkte, dass vielerorts die Therapie zu spät begonnen wird. Hormontherapie und Operation ergänzen sich und sollten vor dem ersten Geburtstag abgeschlossen sein.