Agonadismus (Anorchismus) bei einem sechs Jahre alten Kind
F. Rath, S. Scheibenreiter, O. Thalhammer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1968 · Heft 13 · S. 633-639
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Zu den seltensten Störungen der Geschlechtsdifferenzierung gehört der Agonadismus. Die davon betroffenen Individuen haben ein indifferentes, in den bisher beschriebenen Fällen völlig identisches äußeres Genitale und kein inneres Genitale, womit ein wesentlicher Unterschied zur Gonadendysgenesie besteht. Bei einem von dieser Mißbildung betroffenen Patienten kann man von einem geschlechtslosen Menschen, einem echten Neutrum sprechen. Nach den heutigen Vorstellungen ist die Entwicklung eines Agonadismus die Folge einer Aplasie der Gonadenanlage. Das Geschlechtschromatin und der Chromosomensatz waren…