Späte extrapyramidale Hyperkinesen während langzeitiger Einnahme von Mebhydrolin
R. Wörz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1973 · Heft 21 · S. 1071-1074
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 60jährigen Frau, die seit dem Klimakterium an chronisch rezidivierender Urticaria leidet, kam es nach achtjähriger Einnahme von täglich 50—250 mg Mebhydrolin (Gesamtdosis etwa 200 g) zu paroxysmalen, unmotivierten Kau- und Mahlbewegungen des Unterkiefers. Die Symptome verschwanden nach einigen Wochen spontan. Zwei Jahre später, bei weiterer Einnahme von Mebhydrolin, stellten sich chronische Dyskinesien im Bereich von Mund und Zunge ein. Behandlung mit einer Kombination von Clofenciclan und Thiopropazat (Vesitan®) führte nur zu vorübergehender Besserung der Motilitätstörungen. Wenn währe…