Monoaminoxydase-Hemmer
A. Pletscher · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1961 · Heft 14 · S. 647-657
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es gibt Monoaminoxydase-Hemmer mit kurzer (Harman-Derivate) und langer Wirkungsdauer (Hydrazin-Derivate, Phenylcyclopropylamin, Methyl-benzyl-propinylamin). Alle rufen in vivo eine starke Hemmung des Fermentes Monoaminoxydase hervor. Dadurch kommt es zu einer Akkumulation von Monoaminen in den Geweben. Ferner wirken Monoaminoxydase Hemmer dem durch die sogenannten Monoamin-Freisetzer (z. B. Reserpin, Tetrabenazin) bedingten Monoamin-Abfall in den Organen entgegen. Sie erzeugen auch einen Anstieg der Milch- und Brenztraubensäure im peripheren Blut und verändern die Urinausscheidung von Monoaminen…