Gesunderhaltung des Erbguts, Erkennung und Fernhaltung von Erbschäden
L. Borchardt · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1934 · Heft 52 · S. 1987-1991
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses ist der erste ernstliche Versuch zur Verbesserung der Erbmasse des deutschen Volkes. Es bedarf mannigfacher Ergänzungen, die durch die Verschiedenheit des Erbgangs (dominant, rezessiv, geschlechtsgebunden-rezessiven) bedingt sind. Neben der Unfruchtbarmachung kommt hierfür das Verbot der Verwandtenehe bei rezessiven Erbanlagen und die von Unterberger angegebene Methode zur ausschließlichen Zeugung nur männlicher Nachkommen bei geschlechtsgebunden-rezessiven Erbanlagen in Frage. Der Verhütung der Neuentstehung krankhafter Erbanlagen ist alle Aufmerks…