Ektope Uretermündung in die Samenblase bei Doppelniere
C. L. A. H. Bruijnen, A. A. Daenekindt, F. H. A. Maréchal, D. Buytaert · Aktuelle Urologie · 1982 · Heft 04 · S. 204-205
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Unter den Anomalien des distalen Harnleiters stellt die ektope Einmündung eines zweiten Ureters in die Samenblase eine extreme Rarität dar. Die Fehlbildung wird embryologisch mit dem Auftreten einer zweiten Ureterknospe erklärt, die infolge unvollständiger Absorption in den Sinus urogenitalis mit dem Wolffschen Gang in Verbindung bleibt, und so in die sich ausbildenden Samenwege einmündet. Es wird über 2 Fälle berichtet, die im Erwachsenenalter diagnostiziert wurden, da die zugehörigen oberen Doppelnierenanlagen sich zu großen Hydronephrosen entwickelt hatten.