Zur Voraussage des Therapieerfolgs mit Antidepressiva:Sind kurze REM-Latenzen diagnostisch und prognostisch zuverlässige Merkmale?
R. Spiegel · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1984 · Heft 09 · S. 302-311
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Kurze REM-Latenzen, d.h. eine abnormal kurze Zeitspanne zwischen dem Einschlafen und dem Auftreten der ersten REM-Phase im Laufe polygraphischer Registrierungen des Nachtschlafs, werden seit einigen Jahren als diagnostisches Merkmal primärer bzw. endogener Depressionen angepriesen. Postuliert wurde auch eine prognostische Bedeutung dieses Merkmals für den Behandlungserfolg depressiver Patienten mit Antidepressiva. Eine Analyse neuerer Arbeiten ergibt aber, daß sich keine dieser Behauptungen halten läßt: Zwar sind kurze REM-Latenzen bei depressiven Patienten mittleren und höheren Alters häufiger a…