Belastung der fetoplazentaren Einheit, der Muttermilch und Kuhmilch durch Radionuklide ein Jahr nach Tschernobyl
C. M. Schlotter, S. Vongehr, U. Rolke · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1989 · Heft 06 · S. 557-560
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Untersucht wurden Plazenta, Nabelschnur und Eihaut, Fruchtwasser, Urin, Nabelschnurblut und Muttermilch auf die Gamma-strahlenden Isotope 131Jod, 103Ruthenium, 134Caesium, 137Caesium aus dem Reaktorunfall in Tschernobyl und auf das natürlich vorkommende 40Kalium. Außer in Fruchtwasser sind in allen Proben Spuren der Caesium-Radioisotope nachweisbar. 131Jod und 103Ruthenium konnten wegen ihrer kurzen Halbwertszeit nicht mehr nachgewiesen werden. Die Plazentabelastung lag etwa um den Faktor 10 höher, als in den Studien aus der Zeit vor dem Reaktorunfall verzeichnet wurde. Die Muttermilchbelastung l…