Das Farbensehen der Tiere Von Carl von Hess bis heute
H. Autrum · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1990 · Heft 08 · S. 191-194
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1912 veröffentlichte der Professor für Augenheilkunde in München, Carl von Hess, die erste, das ganze Tierreich umfassende Monographie über das Farbensehen der Tiere. Sein Ergebnis: Farbentüchtig sind nur Wirbeltiere mit Ausnahme der Fische. Diese und alle Wirbellosen sind farbenblind. Zur gleichen Zeit bewies Karl von Frisch, dass Fische und Bienen Farben sehen und unterscheiden können. Lange Zeit schien die Dreikomponententheorie von Young und Helmholtz allgemein zu gelten. Heute wissen wir, dass sie nur für Primaten und einige Insekten zutrifft, aber selbst hier nicht durchweg. Fast alle Tiere…