Muskeltonus: Neurophysiologische Grundlagen und pathologische Abweichungen
J. Noth, M. Schwarz · Klinische Neurophysiologie · 1999 · Heft 02 · S. 69-80
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der Begriff „Muskeltonus” wird seit über 150 Jahren verwendet, um die posturale Dauerspannung eines Skelettmuskels zu bezeichnen. In der Physiologie wird der Begriff vorwiegend für die kontraktile Spannung von Skelettmuskeln verwendet, die in posturale Aufgaben eingebunden sind. Der Tonus der Skelettmuskulatur beim Menschen wird dagegen in Ruhe durch aufgezwungene, passive Muskeldehnungen geprüft. Der ruhende Skelettmuskel des Menschen weist keine spontane EMC-Aktivität auf. Selbst schnelle, aufgezwungene Muskeldehnungen führen beim Gesunden nicht zu einer während der Dehnungsphase anhaltenden EM…