Ereigniskorrelierte Hirnpotentiale reflektieren semantische und syntaktische Fehler bei der Sprachverarbeitung
Th. F. Münte, H.-J. Heinze, H. Prevedel · EEG-EMG Zeitschrift für Elektroenzephalographie, Elektromyographie und verwandte Gebiete · 1990 · Heft 02 · S. 75-81
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In einem Satzleseparadigma wurden bei gesunden Versuchspersonen die ereigniskorrelierten Hirnpotentiale zu den terminalen Wörtern eines jeden Satzes abgeleitet. Neben wahren Sätzen wurden solche mit semantisch unpassendem Ende, solche mit einem letzten Wort aus einer anderen grammatischen Klasse (z. B. Adverb) und schließlich Sätze mit einer falschen Form (Kasus, Numerus) eines semantisch korrekten terminalen Wortes gezeigt. Für alle drei Fehlerklassen ließ sich im Vergleich zu den passenden terminalen Wörtern eine Negativität im Bereich 250-600 ms (N400) nachweisen. Die Resultate werden als Unte…