Paranoide Psychosen bei HIV-Infektion
A. A. Möller, H. Jäger, D. Bremer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1988 · Heft 31/32 · S. 1234-1235
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 36jährigen und einem 37jährigen homosexuellen Patienten traten drei bzw. vier Jahre nach Bekanntwerden einer HIV-Infektion paranoide Psychosen auf. Das Verhältnis von T-Helfer- zu T-Suppressorzellen war deutlich erniedrigt (0,4 bzw. 0,2). Weder durch bildgebende Verfahren (CT und NMR) noch durch mikroskopische, kulturelle und klinischchemische Liquoruntersuchungen konnten zentrale opportunistische Infektionen nachgewiesen werden. Bei beiden Patienten kam es nach neuroleptischer Therapie (3 mg/d Haioperidol) zu raschem Rückgang der psychotischen Symptomatik.