Östrogen-induzierte Gynäkomastie nach Anwendung östrogenhaltiger Lokaltherapeutika
K.-U. Schmidt, G. Wagner, H. Mensing · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1987 · Heft 23 · S. 926-928
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Sechsmonatige Lokaltherapie mit einer östrogenhaltigen Haartinktur führte bei einem 61jährigen Mann zu Libidoverlust, Minderung des Bartwuchses sowie Entwicklung einer Gynäkomastie. Alle Symptome bildeten sich nach Absetzen der Tinktur innerhalb von 4 Wochen zurück, ebenso kam es zur Normalisierung der Hormonwerte. Lokal applizierte Östrogene können besonders beim Mann zu unerwünschten systemischen Wirkungen führen, so daß im Prinzip eine Kontraindikation besteht. Wird dennoch eine entsprechende Behandlung durchgeführt, müssen hormonelle Parameter (Testosteron, Östradiol) kontrolliert werden.