Der ADH3*1/1-Genotyp ist mit alkoholinduzierten Karzinomen des oberen Gastrointestinaltraktes und dem hepatozellulären Karzinom assoziiert
F Stickel, N Homann, M Benesova, I Zuber-Jerger, S Richter, A Jacobs, D Schuppan, C Hellerbrand, WH Caselmann, HE Blum, HK Seitz · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2015 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund/Einleitung: Schwere Trinker tragen ein erhöhtes Risiko Karzinome des oberen Gastrointestinaltraktes (OGITCA) oder ein hepatozelluläres Karzinom (HCC) zu entwickeln. Dem ersten Metaboliten im Alkoholabbau Azetaldehyd (AA) wird hierbei eine besondere Rolle zugeschrieben, nachdem AA im Tierversuch als Karzinogen identifiziert wurde. Azetaldehyd entsteht in erster Linie durch Oxidation von Alkohol durch die Enzyme Alkoholdehydrogenase (ADH) und Cytochrom P4502E1 (CYP2E1). Die ADH weist Polymorphismen auf und das Allel ADH3*1 kodiert ein Enzym mit einer höheren Kapazität zur AA-Synthese als ADH3*2. Epidem…