Paradoxe Innervation der Kaumuskulatur bei ipsilateraler Hirnstammläsion
J. Patzner, R. Pfister, K. Pfadenhauer · Aktuelle Neurologie · 2004 · Heft 04 · S. 200-202
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Eine paradoxe Innervation der Kaumuskulatur mit Blockade der Innervation des M. masseter bei Kieferschluss und Aktivierung bei Kieferöffnung im Rahmen einer ipsilateralen Hirnstammläsion ist Ausdruck einer komplexen Läsion kernnaher supranukleärer neuronaler Verbindungen. Eine hierdurch bedingte Kaumuskelschwäche kann leicht mit einer Schädigung des unteren Motoneurons verwechselt werden. Elektrophysiologisch sprachen im vorliegenden Fall fehlende Denervierungszeichen im Masseter-EMG und ein normaler Masseterreflex gegen eine Schädigung des unteren Motoneurons, wohingegen polygraphische EMG-Ablei…