Das Fibromyalgiesyndrom in der Sozialgerichtsbarkeit - psychosoziale Risikofaktoren und Prädiktoren der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen
Winfried Häuser · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2005 · Heft 02 · S. 72-78
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 88 konsekutive Probandinnen (85 % Frauen) mit der Diagnose Fibromyalgiesyndrom wurden im Auftrag der Sozialgerichtsbarkeit im Rahmen eines Renten- oder Schwerbehindertenverfahrens nach einem strukturierten schmerz- und psychotherapeutischen Vorgehen begutachtet. 44 % wiesen eine Vorgeschichte einer psychischen Störung auf, 85 % erfüllten aktuell die Kriterien einer psychischen Störung nach ICD-10. 8 % gaben in der Vorgeschichte sexuelle Missbrauchserfahrungen, 16 % schwere körperliche Gewalterfahrungen und 13 % emotionale Deprivation als Kind an. Im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung fand sich…