Das Übersehen der Grenzen: Gefährdungen und Deformationen der therapeutischen Haltung
Christoph Schmidt-Lellek · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2005 · Heft 02 · S. 157-161
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Grenzen bieten Schutz und schränken ein. Menschliche Entwicklung allgemein und Veränderungen durch Psychotherapie speziell lassen sich als Grenzüberschreitungen beschreiben, mit denen unangemessene Beschränkungen überwunden werden sollen. Sie können aber auch zu Grenzverletzungen führen, wenn die Schutzfunktionen von Grenzen übersehen werden. Im Hinblick auf die Haltung von PsychotherapeutInnen werden fünf Formen unterschieden und erläutert, in denen eine Grenze übersehen werden kann: Dogmatismus, Missionarismus, Rettungsutopismus, Gurustrukturen und Funktionalismus.