Ein Fall einer paraneoplastischen Myelitis mit Anti-Ri-Antikörpern: Steuerung einer dreijährigen immunsuppressiven Therapie anhand klinischer und paraklinischer Parameter
F Leypoldt, A Münchau, J Lewerenz · Aktuelle Neurologie · 2005 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der antineuronale Antikörper Anti-Ri (ANNA-2) wurde bei einer Reihe von Patienten mit Hirnstammsymptomen – klassischerweise einem Opsoklonus-Myoclonus-Syndrom – als Ausdruck eines paraneoplastischen neurologischen Syndromes (PnS) beschrieben, kann jedoch auch mit anderen klinisch-neurologischen Manifestationen assoziiert sein. Dieser auch unter den PnS seltene Antikörper richtet sich gegen neuronale und nur im ZNS vorkommende Zellkernproteine (Nova-1 und Nova-2). Aufgrund der ektopen Expression im Tumor kommt es zur Autoimmunisierung und im folgenden zu einer Kreuzreaktivität gegen zentralnervöse Nervenzellen. O…