Neoadjuvante Therapie des Ösophaguskarzinoms: Prognosebeeinflussung durch prätherapeutische Selektion?
C Kayser, A Imdahl, W Hörth, UT Hopt · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2006 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die präoperative Radio-Chemotherapie des lokal operablen Ösophaguskarzinoms ist umstritten. Argumente gegen die neoadjuvante Therapie sind eine erhöhte perioperative Morbidität und Letalität, die potentiell positive Effekte im Langzeitüberleben ausgleichen. Vor einigen Jahren wurde ein Score zur perioperativen Risikoeinschätzung publiziert [1]. Wir haben diesen Score an 130 Patienten mit einem Ösophaguskarzinom retrospektiv überprüft. Zwischen 1994 und 2002 wurden 95 Patienten mit einem Ösophaguskarzinom (T>1,Nx,M0) ungeachtet der Histologie neoadjuvant therapiert: 36 Gy (1,8 Gy/Tag, Tag 1–5, Woche 1–4); 5-Fluor…