Bilaterale Ptosis bei multipler Sklerose
C. Heesen, J. Gbadamosi, C. Buhmann, D. Pöhlau, H. C. Hansen · Aktuelle Neurologie · 2000 · Heft 04 · S. 178-181
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Isolierte Hirnnervensymptome geben bei multipler Sklerose (MS) immer wieder Anlass zu topodiagnostischen und differenzial-diagnostischen Überlegungen. Wir berichten von zwei Patienten, die eine bilaterale Ptosis entwickelten. Da der Nucleus centralis caudalis, welcher die Lidheber innerviert, unpaar angelegt ist, scheint eine zentrale Genese der bilateralen Ptosis durch lediglich eine Läsion denkbar. Aufgrund der Nähe zu vertikalen Blickzentren sollte bei klinisch isolierter bilateraler Ptosis immer nach einer vertikalen Blickparese wie auch nach einer Lid-Auge-Koordinationsstörung gefahndet werd…