Schulterluxationen, Indikation zur operativen Versorgung
Jens Richter, Andreas Dàvid · OP-Journal · 2002 · Heft 03 · S. 208-217
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Mehr als 95 % der Schulterluxationen erfolgen nach ventral. Das Verletzungsmuster ist unterschiedlich, ein Labrumabriss zählt in mehr als 85 % dazu. Entscheidender sind die Prognose einer Rezidivluxation ist jedoch der zusätzliche Abriss des Lig. glenohumerale inferius und das Patientenalter. Ein Hill-Sachs-Defekt gewinnt erst ab einem Anteil von 30 % an der Humeruskopfzirkumferenz an Bedeutung. Die Indikation zur sofortigen Operation ist die verhakte, nicht geschlossen zu reponierende Verrenkung (zumeist nach dorsal). Frühzeitig sollten relevante Pfannenrandfrakturen sowie Labrum-Kapselabrisse b…