Forensische Risikokalkulationen: Grundlegende methodische Aspekte zur Beurteilung der Anwendbarkeit und Validität verschiedener Verfahren
F. Urbaniok, T. Rinne, L. Held, A. Rossegger, J. Endrass · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2008 · Heft 08 · S. 470-477
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei der Diskussion der Validität prognostischer Verfahren wird vorwiegend auf die aus der Testpsychologie bekannten Testgütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) Bezug genommen. Kaum berücksichtigt wird hingegen, dass die Validierung forensischer Risikokalkulationen zu einer Reihe besonderer methodischer Herausforderungen führt: So münden Risikokalkulationen in Wahrscheinlichkeitsaussagen, die eine qualitative (welche Straftat) und eine quantitative Aussage (mit welcher Wahrscheinlichkeit) beinhalten. Die Vernachlässigung des probabilistischen Charakters von Risikokalkulationen führt…