Psychose und Sucht bei Jugendlichen und JungerwachsenenTeil 1: Prävalenz und Erklärungsmodelle
K. Meister, M. Burlon, L. Rietschel, E. Gouzoulis-Mayfrank, T. Bock, M. Lambert · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2010 · Heft 02 · S. 81-89
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Epidemiologische Studien bei schizophrenen Patienten zeigen ein Lebenszeitrisiko von 20 – 50 % für eine komorbide Suchtstörung. Bei Patienten mit einer ersten Episode liegt die Prävalenz für eine komorbide Suchterkrankung zwischen 25 – 75 %, vor allem Cannabisgebrauch. Diese schwierig zu behandelnde Patientengruppe hat meist einen schlechteren Verlauf als schizophrene Patienten, die keine komorbide Suchtstörung aufweisen. Trotz zahlreicher Erklärungsmodelle, wie der Selbstmedikationshypothese, allgemeinen oder bidirektionalen Faktorenmodellen oder genetischer Vulnerabilität, kann keines umfassend…