Pathologisches Glücksspiel: Korrelate in Hirnstruktur und -funktion
N Seiferth · Klinische Neurophysiologie · 2012 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Pathologisches Spielen wird als Impulskontrollstörung klassifiziert. Aufgrund der klinischen Ähnlichkeiten–wie Kontrollverlust, Entzugssymptome und Vernachlässigung anderer Lebensbereiche–wird pathologisches Spielen auch in seiner Nähe zu Suchterkrankungen diskutiert. Die neurobiologische Forschung zu Abhängigkeiten konzentriert sich dabei z.B. auf die Reagibilität des Gehirns auf primäre und sekundäre Verstärker. Insbesondere mit der verstärkungs-abhängigen Handlungssteuerung wird das mesolimbische Netzwerk im Gehirn in Verbindung gebracht, sowohl bei Abhängigkeiten (vgl. Hommer et al., 2011) als auch bei patho…