Alkoholische Leberzirrhose – Die Sicht des Toxikologen
Thomas Zilker · Der Klinikarzt · 2012 · Heft 06/07 · S. 310-314
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Man kennt bereits eine Vielfalt von pathogenen Mechanismen, die die Entwicklung einer Leberzirrhose unter Äthanoleinfluss begünstigen. Äthanol selbst ist wenig lebertoxisch. Problematisch ist der Acetaldehyd, der bei der Oxidation von Äthanol zusammen mit Sauerstoffradikalen, die über das „Mikrosomal Induzierte Ethanol Oxidierende System” (MEOS) generiert werden, entsteht. Dadurch verlagert sich das Redoxpotenzial und erzeugt einen „oxidativen Stress“. Ein mangelnder Fettsäureabbau führt zur Fetteinlagerung in die Leberzellen. Chemokinine wie Interleukin 8, Leukotrien B4, TNF-Alpha und TRAIL führen zu entzündlic…