Demenz – der uneindeutige Verlust
U Becker · Zeitschrift für Palliativmedizin · 2014 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die amerikanische Psychotherapeutin Pauline Boss hat den Begriff des uneindeutigen Verlusts für Situationen geprägt, in denen ein nahestehender Mensch für die Menschen in seiner Umgebung gleichzeitig vorhanden als auch nicht vorhanden ist. Demenz stellt eine solche Situation dar; der Erkrankte ist körperlich präsent, geistig zunehmend nicht mehr erreichbar. Damit stehen Angehörige vor einer Trauersituation der besonderen Art. Es gilt, die alten Bilder zu würdigen und der Trauer über den Verlust Raum zugeben und gleichzeitig Tag für Tag den Blick auf den Menschen zu erhalten, so wie er aktuell da ist. Dieser Spag…