Das fetomaternale Transfusionssyndrom als seltene Ursache nachlassender Kindsbewegungen
E Gusenbauer, G Leichsenring, J Schnabel · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2015 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einführung: Das fetomaternale Transfusionssyndrom (FMTS) ist eine seltene Erkrankung des Feten, bei der es zum Übertritt von fetalen Erythrozyten in den maternalen Kreislauf kommt. Die Mortalität der Erkrankung wird in der Literatur in Abhängigkeit von der Höhe des verlorenen Blutvolumens mit 15 – 36% angegeben. Das häufigste Symptom eines relevanten FMTS sind nachlassende Kindsbewegungen. Im CTG kann sich ein für eine fetale Anämie typisches sinusoidales Frequenzmuster zeigen. Die eindeutige Diagnose kann erst postpartal durch den Nachweis fetaler Erythrozyten im maternalen Blut gestellt werden. Dies erfolgt du…