Rhesus-Inkompatibilität und fetale Anämie – ist ein hoher Anti-D-Titer sicher assoziiert mit einer fetalen Anämie? Ein Fallbericht
F Kohls, E Kühnle, A Philippeit, D Dieks, P Hillemanns, I Staboulidou · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2015 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mit der Anti-D-Prophylaxe sank die Rhesus-Inkompatibilität und die damit assoziierte perinatale Morbidität und Mortalität. Je höher der Anti-D-Titer, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine fetale Anämie. Nichtsdestotrotz existiert eine Streubreite hinsichtlich der Korrelation des Anti-D-Titers und dem Schweregrad der fetalen Anämie, so dass die Höhe des Anti-D-Titers keine sichere Aussage über das Vorliegen oder Schweregrad einer fetalen Anämie geben kann. Wir präsentieren drei Fälle einer Rhesus-Inkompatibilität mit steigenden Anti-D-Titern, unauffälligen Feten bzw. Neugeborenen ohne Anämie. Serielle Ultra…