„Clear-the-Pelvis-Algorithmus“: Handlungsempfehlung zur Freigabe des Beckens nach nicht invasiver Stabilisierung mittels Beckengurt im Rahmen der Schockraumversorgung
U. Schweigkofler, B. Wohlrath, T. Paffrath, S. Flohé, D. Wincheringer, R. Hoffmann, H. Trentzsch · Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie · 2016 · Heft 05 · S. 470-476
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Haupttodesursachen beim Polytrauma sind das schwere Schädel-Hirn-Trauma, thorakale und intrapelvine Verletzungen sowie unstillbare Blutungen. Instabile Beckenringverletzung zählen zu den wesentlichen Blutungsquellen. Solche Verletzungen zu erkennen, ist unter den eingeschränkten Bedingungen der Prähospitalphase aber nicht immer verlässlich möglich. Im Zweifel wird empfohlen, bei entsprechender Unfallkinematik großzügig eine nicht invasive, externe Stabilisierung vorzunehmen. Dabei finden kommerziell verfügbare Beckenschlingen (sog. pelvic binder) zunehmend mehr Verwendung. Ihr Nutzen zur Bekämpfu…