Welche Antiarrhythmika sind in der Intensivmedizin nach den ESC-Leitlinien 2015 noch sinnvoll? Welche nicht?
Christoph Stellbrink · Der Klinikarzt · 2016 · Heft 06 · S. 300-302
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die medikamentöse, antiarrhythmische Therapie ventrikulärer Arrhythmien in der Intensivmedizin ist einfacher geworden. Eine zentrale Rolle nehmen Antiarrhythmika der Klasse II und III nach Vaughan-Williams ein; besonders das Amiodaron spielt in der Akuttherapie eine herausragende Rolle. Der Einsatz von Klasse-I-Antiarrhythmika ist auf besondere Indikationen (z. B. Terminierung von VT ̶ ventrikuläre Tachykardie) beschränkt und sollte bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom bzw. schwer eingeschränkter, linksventrikulärer Pumpfunktion nur sehr zurückhaltend erfolgen. Dabei ist die medikamentöse Therapie immer einge…