Ueber Aziditätsverhältnisse des Magens bei Erkrankungen der Gallenblase und ihre therapeutische Nutzanwendung
Adolf Ohly · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1913 · Heft 29 · S. 1402-1404
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Anfang der Gallenblasenerkrankung besteht bei noch funktionstüchtiger Gallenblase Hyperazidität des Magens. In späteren Stadien, in denen durch schwere entzündliche Prozesse der Schleimhaut, Schrumpfungen der Gallenblase oder eingeklemmten Cysticusstein die physiologische Funktion der Gallenblase ausgeschaltet wird, ebenso nach operativer Entfernung derselben, findet man in etwa 70 bis 80 % der Fälle Anazidität resp. Achylia gastrica. Eine absolut sichere Erklärung dieser Tatsache existiert bis jetzt noch nicht. Wichtig ist diese Anazidität für die Therapie der Gallenblasenerkrankung im Interv…