Ueber die orthopädisch-chirurgische Behandlung der poliomyelitischen Lähmungen im Kindesalter1)
Siegfried Peltesohn · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1912 · Heft 43 · S. 2026-2029
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei der Kinderlähmung bewährt sich im ersten und zweiten Stadium Gipsbett und Gipslade, letztere besonders zur Verhütung der paralytischen Hüftluxation. Im zweiten Stadium unterstützt häufig die Aufhebung der Ueberdehnung gelähmter Muskeln im Gipsverband mit und ohne Tenotomie ihre Reparation und können Deformitäten durch einfache orthopädische Mittel stets vermieden werden. Im Stadium der irreparablen Lähmung sind in erster Linie eventuelle Deformitäten und Kontrakturen durch Redressement, Teno- und Fasziotomien zu beseitigen. Erst dann wird die Frage akut, ob die Funktion durch Apparatotherapie…