Ueber die Zerebrospinalflüssigkeit und über die Wirkung der Lumbalpunktion beim Delirium potatorum
Richard Steinebach · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1915 · Heft 13 · S. 369-372
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Der Druck der Zerebrospinalflüssigkeit ist in den meisten Fällen von Delirium tremens absolut und in villeicht allen Fällen relativ gesteigert. 2. Der häufig vorhandene Alkoholgehalt des Liquors steht in keiner Beziehung zum Delirium. 3. Die Lumbalpunktion kürzt die Dauer des Deliriums bedeutend ab und gestaltet den Verlauf der Krankheit viel milder. 4. Die günstige Wirkung der Lumbalpunktion ist zum Teil wohl die Folge der Druckentlastung; wahrscheinlich aber spielt die Verringerung einer in der Zerebrospinalflüssigkeit enthaltenen Giftmenge die Hauptrolle.