Über zerebrale Gefäßschwäche
Ernst Kretschmer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1932 · Heft 46 · S. 1789-1791
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es gibt zahlreiche abnorme Zustände an den Gehirngefäßen, die in die übliche Unterscheidung „funktioneller” und „organischer” Erkrankungen schlecht passen. Man kann für sie den Ausdruck zerebrale Gefäßschwäche gebrauchen in demselben Sinn, wie man für einen andern Teil des Gefäßsystems den Ausdruck „Herzschwäche” gebraucht. Es handelt sich also um einen rein funktionalen Leistungsbegriff, der aus der klinischen Beobachtung geschöpft wird und der unabhängig davon ist, ob schwerere anatomische Veränderungen zugrundeliegen oder nicht. Auch der Ausdruck „zerebrale Gefäßschwäche” bezieht sich auf echt…