Atophanvergiftung und ihre Behandlung
Karl Eimer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1931 · Heft 39 · S. 1663-1664
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das Auftreten eines Ikterus gravis mit schwersten allgemeinen Krankheitserscheinungen im Verlaufe einer längeren Atophanbehandlung ist mit Wahrscheinlichkeit auf eine Kumulierung des Medikaments im menschlichen Organismus zurückzuführen. Es ist daher ratsam, Atophan nur für kürzere Zeitabschnitte zu verordnen oder atophanfreie Intervalle einzuschieben. Der günstige Behandlungserfolg dieses schweren Atophanikterus mit Traubenzucker-Insulin in Verbindung mit duodenalen Magnesiumsulfatspülungen läßt diese Therapie für die Atophanintoxikation besonders empfehlenswert erscheinen.